Kloster Kykkos

Zyperns berühmtestes Kloster ist das abgelegen in über 1000 Metern Höhe am Hang des gleichnamigen Berges gelegene Kloster Kýkkos. Es wirkt zwar von außen betrachtet recht streng, die zwei Innenhöfe jedoch sind prachtvoll mit Mosaiken auf Goldgrund und Arkaden geschmückt. Kýkkos hat vor allem als nationaler Wallfahrtsort der Zyprioten und wegen seines Museums mit einer umfassenden Sammlung von außerordentlich wertvollen Kunstschätzen eine große Bedeutung. Das Kloster fiel 1813 einem Brand zum Opfer. Seitdem ist der gesamte Gebäudekomplex neu entstanden und jüngstens wurde die Kirche des Klosters neu ausgemalt. Seinen großen Reichtum verdankt das Kloster dessen wichtigsten Kultobjekt, der von dem Evangelisten Lukas gemalte Marienikone. Das Holzbrett, auf dem er die Ikone aufmalte, soll ihm zu diesem Zweck vom Erzengel gegeben worden sein. Die Marienikone soll unter anderem an extremer Trockenheit leidenden Landstrichen den dringend benötigten Regen gebracht und auch noch weitere Wunder bewirkt haben. Deren Bewohner bedankten sich bei dem Kloster mit reichen Geschenken für diese Wundertaten und verschafften Kýkkos damit einen immensen Wohlstand. Die Reichtümer investierten die Mönche in viele Ländereien, Hotels und in die Industrie. Rund um das Wallfahrtsziel gehören dem Kloster außerdem große Pilgerherbergen, ein Restaurant und Souvenirstände. Auch politisch war Kýkkos einflussreich, ihr Erzbischof Makários war der geistige Führer der Freiheitsbewegung im Kampf gegen die Briten. Er wurde unweit des Klosters auf dem Berg Throní bestattet. Noch immer halten Soldaten vor dem Grab Ehrenwache. Nahe dem Kloster steht des Weiteren eine schöne kleine Kapelle. Die Mönche unterstützten auch den militärischen Führer Zyperns im Befreiungskampf gegen die Briten, den General Grivas, der nicht weit von Kýkkos sein Hauptquartier hatte.

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