Zypern Geschichte

Die erste menschliche Besiedelung Zyperns führt in die Jungsteinzeit zurück. Die neolithische Besiedelung vorchristlicher Zeiten (4. – 7. Jahrtausend) von Syrien aus, kann noch heute in Khirokitia, dem bekanntesten Dorf Zyperns aus der Jungsteinzeit sehr eindrücklich nachvollzogen werden, dessen Einwohner hauptsächlich von Ackerbau und Viehzucht lebten. Seit der Bronzezeit gewann Kupfer immer mehr an Bedeutung und wurde zum Exportgut. Als Zypern etwa 1200 v. Chr. unter mykenischen Einfluss kam, verbreitete sich hingegen das Keramikhandwerk vermehrt. Es folgten Einflüsse von Assyrern, Ägyptern und Persern, bis sich Salamis als Königtum unter vorderasiatischem Muster ausprägte und 332 v. Chr. in das Reich Alexander des Großen eingebunden wurde. Etwa 58 v. Chr. gewannen die Römer die Vorherrschaft über Zypern, was sich bis zum letzten Kaiser Isaak Komnenos hielt. Danach fiel Zypern bis 1489 an die Kreuzritter und Lusignans, später gehörte das Eiland zur Republik Venedig und zum Osmanischen Reich. Erst 1878 wurde Zypern von den Osmanen an Großbritannien verpachtet, die nach Eintritt des Osmanischen Reichs in den Ersten Weltkrieg die Insel annektierten. Bis zum Inkrafttreten des Lausanner Vertrages 1923 gehörte Zypern, zumindest formal, noch der Türkei, wurde 1925 durch die rückwirkende Annektierung aus dem Jahr 1914 jedoch Kronkolonie. Am 16.08.1960 folgte die Unabhängigkeit Zyperns von Großbritannien, Griechenland und der Türkei, was im Züricher Abkommen festgehalten wurde. Nach diversen Unruhen und Spannungen zwischen den türkischen und griechischen Volksgruppen in Nord- und Südzypern wurde von den Vereinten Nationen eine Pufferzone eingerichtet, um die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens von 1974 zu überwachen. Seit 2008 ist die Grenze zwischen Nord- und Südzypern in der Altstadt der Inselhauptstadt Nikosia geöffnet.

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